Dieser Text bezieht sich auf die Rede des AfD-Abgeordneten Karsten Hilse in der 209. Sitzung am 11.02.2021, 15:28, Thema war "Neutralität in der Wissenschaft bewahren – Politischen Druck auf Forschungsinstitute verhindern". Das Original des Videos gibt es in der Mediathek des Bundestags und auf meinem YouTube-Kanal. Das Original des Redetextes kann man dem offiziellen Protokoll entnehmen.
Die Rede im Wortlaut
Es gibt eine Allgemeinverfügung; danach muss ich eine medizinische Maske tragen. Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Im Großen und Ganzen geht es in dieser Debatte um Freiheit und nicht nur um die Freiheit der Wissenschaft. Freiheit hat auch keine politische Farbe, Freiheit ist nicht rot, grün, schwarz oder blau. Freiheit hat jede Farbe und ist auch keine politische Aussage, sondern ein Menschenrecht. Das Innenministerium wurde offensichtlich dabei erwischt, wie es von der Wissenschaft wissenschaftlich klingende Rezepte bestellte, die zur Rechtfertigung von Schutzmaßnahmen zur Bewältigung der Scheinkatastrophe, also zur Aushebelung unserer Freiheit dienen sollten. Und die Wissenschaft lieferte wie bestellt. In nur vier Tagen kam eine Rechtfertigungsagenda zusammen, die nicht nur den dann folgenden, von Anfang an grundgesetzwidrigen Lockdown gegen jede Kritik schützte, sondern auch dafür sorgte, die so geschürte Angst und Panik dauerhaft zu nutzen, um Grundrechte auszuhebeln und Millionen Existenzen zu zerstören. Das ist ein eklatanter Missbrauch von Wissenschaft, wie er schlimmer nicht sein kann. Doch wer nun glaubt, dieser Wissenschaftsmissbrauch sei die Ausnahme, der irrt gewaltig: Er ist inzwischen die Regel, vor allem bei Themen, bei denen viel Geld und damit viel Macht im Spiel ist. Exemplarisch dafür steht, neben anderen Feldern, die Klimawissenschaft. Nur: Deren Einflussnahme geschieht nicht ganz so plump wie die des Innenministeriums, sie ist eigentlich noch schlimmer; denn vielfach dienen sich als Wissenschaftler getarnte Aktivisten den Politikern regelrecht an, zum Beispiel Steven Schneider, von dem der berühmte Ausspruch stammt – ich zitiere mit Ihrer Genehmigung, Frau Präsidentin –: "Um Aufmerksamkeit zu erregen, brauchen wir dramatische Statements und keine Zweifel am Gesagten. Jeder von uns ... muss entscheiden, wieweit er eher ehrlich oder eher effektiv sein will. Und alle Wissenschaftler, die gern öffentliche Gelder und damit Macht und Einfluss wollen, entschieden sich eher früher als später dazu, effektiv zu sein." Besondere Beispiele dafür sind die diversen Klima- und Umweltinstitute, die nach der IPCC-Gründung wie Pilze aus dem Boden schossen, zum Beispiel das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, kurz: PIK, dem staatliche Mittel in reicher Zahl zugeschanzt wurden. Sein Gründungsdirektor Professor Schellnhuber erkannte die Zeichen der Zeit und berät seitdem nicht nur die Bundeskanzlerin, sondern auch Ministerien und Gremien, nationale wie internationale, jetzt sogar den Papst. Er lieferte in stetem Strom, was von ihm erwartet wurde, nämlich die Panik vor der kommenden Klimakatastrophe wissenschaftlich zu untermauern und damit möglichst unangreifbar zu machen, unter anderem mit dem völligen Unsinn vom 2-Grad-Ziel und abstrusen Paniktherorien wie der von den Kipppunkten, die das Klimasystem mit seinen unzähligen Wirkfaktoren bald unumkehrbar zum Kippen bringen würden, wenn der Minifaktor CO 2 nicht auf null gesenkt würde. Jeder ernstzunehmende Paläoklimatologe schüttelt zwar nur den Kopf über so viel angemaßtes Wissen, doch die Politik und die von ihr bezahlten Mietwissenschaftler glauben den Unsinn. Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass andere wissenschaftliche Erkenntnisse keine Chance haben, gelesen oder gehört zu werden und ihre Arbeiten nicht publiziert werden. Das findet im trauten Zusammenspiel mit der Politik statt, die schnell erkannt hat, welches unglaubliche Machtinstrument die Klimapolitik bietet, so wie es der ehemalige Chef des renommierten Wissenschaftsmagazins „New Scientist“ schon 1998 vorhersah – ich zitiere –: "Alle Parteien der Industriestaaten, ob rechts oder links, werden die CO 2 -Erderwärmungstheorie übernehmen. Dies ist eine einmalige Chance, die Luft zum Atmen zu besteuern. Weil sie damit angeblich die Welt vor dem Hitzetod bewahren, erhalten die Politiker dafür auch noch Beifall. Keine Partei wird dieser Versuchung widerstehen." Und so ist es gekommen – alle Parteien mit Ausnahme der AfD. Damit das so bleibt, werden unglaubliche Summen in die Mietwissenschaft gepumpt; derzeit rund 140 Millionen Euro an viele staatsnahe Institute oder NGOs, über 25 Millionen Euro allein an das PIK. Dafür lässt sich natürlich gut Klimapanikpropaganda betreiben. Da wird Klimaerwärmung zur Klimakatastrophe. Wenn es aber, für viele ganz überraschend, einen Wintereinbruch mitten im Winter gibt, dann müssen schnell die Mietwissenschaftler vom PIK ran und müssen ganz wissenschaftlich begründen, warum das nur eine Folge der Erderhitzung sein kann. Das ist vollkommen absurd! Gut für Politik und Mietwissenschaft ist es, dass die meisten Steuerzahler, die dafür bezahlen und ihre Jobs zu Hunderttausenden verlieren, das auch noch richtig gut finden, weil die Wissenschaft es ja so sagt. Noch viel besser ist, dass der Geldstrom mit jedem neuen Gesetz, mit jeder neuen EU-Verordnung immer größer wird, zum Beispiel der New Green Deal mit sage und schreibe 750 Milliarden Euro. Dafür kauft sich die Politik Wissenschaft und lassen sich Wissenschaftler kaufen. Deshalb müssen wir diesen Eklat zum Anlass nehmen, zu handeln. Sorgen wir dafür, dass Wissenschaft wieder Wissenschaft wird, dass der Zweifel die Mutter aller Forschung ist, in der immer kontrovers diskutiert wird und bei der nicht die Politik bestimmt, wie die Ergebnisse auszusehen haben. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.Analyse der Rede
Es gibt eine Allgemeinverfügung; danach muss ich eine medizinische Maske tragen. Der kleine Karsten muss sich - wie man es von ihm gewohnt ist - einmal mehr als Gruppenkasper produzieren. Das Innenministerium wurde offensichtlich dabei erwischt, wie es von der Wissenschaft wissenschaftlich klingende Rezepte bestellte, die zur Rechtfertigung von Schutzmaßnahmen zur Bewältigung der Scheinkatastrophe, also zur Aushebelung unserer Freiheit dienen sollten. Nach dem Ablassen etlicher Allgemeinpätze ohne jegliche Aussagekraft steigt der Karsten sofort mit seiner ersten Unterstellung ein, und phantasiert sich eine Scheinwelt zusammen, die mit der Realität rein gar nichts zu tun hat. In nur vier Tagen kam eine Rechtfertigungsagenda zusammen, die nicht nur den dann folgenden, von Anfang an grundgesetzwidrigen Lockdown gegen jede Kritik schützte, sondern auch dafür sorgte, die so geschürte Angst und Panik dauerhaft zu nutzen, um Grundrechte auszuhebeln und Millionen Existenzen zu zerstören. Ach Karsten - wie kann eine Maßnahme, die verordnet wird, um Artikel 2, Absatz 2 - "Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden." - eben dieses Grundgesetzes Geltung zu verschaffen, "grundgesetzwidrig" sein? Das Recht auf eine abstrakte "Freiheit" hilft einem doch nicht, wenn die Karstens dieser Welt fest daran glauben, die körperliche Unversehrtheit und das Leben ihrer Mitmenschen gefährden zu dürfen, um ihre narzisstischen Neigung ausleben und ihre monetären Interessen über das Recht auf Leben stellen zu können? In Wirklichkeit sind es doch die Karstens, Gottfriede, Alexanders und Alices, die versuchen, unser Grundrecht auf Leben auszuhebeln, und unsere Gesundheit zugunsten monetärer Vorteile zu zerstören. Das ist ein eklatanter Missbrauch von Wissenschaft, wie er schlimmer nicht sein kann. Nein, Karsten - der Missbrauch der Wissenschaft fängt da an, wo Parteien und Organisationen vermeintliche "Koriphäen" wie Bhakti, Wodarg und Konsorten als potenzielle Waffen gegen Wissenschaft und Forschung einsetzen, um den größtmöglichen Grad an Desinformation zu erreichen. Exemplarisch dafür steht, neben anderen Feldern, die Klimawissenschaft. Nur: Deren Einflussnahme geschieht nicht ganz so plump wie die des Innenministeriums, sie ist eigentlich noch schlimmer; denn vielfach dienen sich als Wissenschaftler getarnte Aktivisten den Politikern regelrecht an, zum Beispiel Steven Schneider, von dem der berühmte Ausspruch stammt – ich zitiere mit Ihrer Genehmigung, Frau Präsidentin –: Da erdreistet sich der Karsten tatsächlich, gegen einen Wissenschaftler angehen zu wollen, der über 40 Jahre zum Thema Klima geforscht und mehr als 450 peer-reviewte Publikationen seiner Arbeit veröffentlicht hat. Nein, Karsten, Du bist kein allwissender Gott, der das Lebenswerk von Sterlichen in Frage stellen darf - Du bist bestenfalls ein armseliges Menschlein, das meint, eine Eiche fällen zu können, wenn es nur lange genug deren Rinde anpinkelt. [Endloses Wissenschaftsbashing...] Auch Professor Schellnhuber hat jahrzehntelang zum Thema Klima geforscht und seine Arbeit publiziert, während unser Karsten bislang noch keine einzige Studie veröffentlicht hat, die das Zeug hätte, Stephen Schneiders oder Hans-Joachim Schellnhubers wissenschaftliche Arbeit widerlegen zu können. Jeder ernstzunehmende Paläoklimatologe schüttelt zwar nur den Kopf über so viel angemaßtes Wissen, doch die Politik und die von ihr bezahlten Mietwissenschaftler glauben den Unsinn. Nein, Karsten - auch die Forschungsergebnisse der Paläoklimatologen sind weit davon entfernt, Deine Verschwörungsreligion zu bestätigen. Reden, wie Du sie vorzutragen pflegst, forden zwar lautstark "Freiheit der Wissenschaften", predigen in Wirklichkeit aber Wissenschaftsfeindlichkeit in ihrer pursten Form. Solche Leute wie Du haben dafür gesorgt, dass nach der Machergreifung der katholischen Kirche die Erde für ein langes Jahrtausend wieder von der Kugel zur Scheibe wurde. Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass andere wissenschaftliche Erkenntnisse keine Chance haben, gelesen oder gehört zu werden und ihre Arbeiten nicht publiziert werden. Die da wären? Es ist nun einmal so, dass Flacherdler und Coronaleugner in der Wissenschaftsgemeinschaft keine konsensfähigen Aussagen zu Papier bringen - jede Pseudowissenschaft ist nun einmal widerlegbar, selbst wenn ihre Protagonisten noch so laut schreien. Das findet im trauten Zusammenspiel mit der Politik statt, die schnell erkannt hat, welches unglaubliche Machtinstrument die Klimapolitik bietet, so wie es der ehemalige Chef des renommierten Wissenschaftsmagazins „New Scientist“ schon 1998 vorhersah – ich zitiere –: "Alle Parteien der Industriestaaten, ob rechts oder links, werden die CO 2 -Erderwärmungstheorie übernehmen. Dies ist eine einmalige Chance, die Luft zum Atmen zu besteuern. Weil sie damit angeblich die Welt vor dem Hitzetod bewahren, erhalten die Politiker dafür auch noch Beifall. Keine Partei wird dieser Versuchung widerstehen." Und so ist es gekommen – alle Parteien mit Ausnahme der AfD. Welche Partei in der BRD hat denn konkret eine "Atemluftsteuer" im Programm, oder eine solche irgendwo gefordert? Auf derart absurde Ideen kommt doch nur der Karsten von der AlteNaive ficken Deutschland... Wenn es aber, für viele ganz überraschend, einen Wintereinbruch mitten im Winter gibt, dann müssen schnell die Mietwissenschaftler vom PIK ran und müssen ganz wissenschaftlich begründen, warum das nur eine Folge der Erderhitzung sein kann. Das ist vollkommen absurd! Spätestens nach diesem Satz sollte klar sein, dass der, der da gerade spricht, von dem Stoff, über den er spricht, nicht den Hauch einer Ahnung hat. Selbst ein Erstklässler weiß mehr über unseren Planeten, als der Karsten. Sorgen wir dafür, dass Wissenschaft wieder Wissenschaft wird, dass der Zweifel die Mutter aller Forschung ist, in der immer kontrovers diskutiert wird und bei der nicht die Politik bestimmt, wie die Ergebnisse auszusehen haben. Ach, Karsten - lies Deinen eigenen Text noch einmal durch: Der einzige, der hier versucht, wissenschaftliche Ergebnisse den Zielen seiner eigenen Politik zu unterwerfen, und sie "passend zu machen", wenn sie der eigenen Agenda nicht entsprechen, bist doch Du und Deine Kameraden von der AlteNaive ficken Deutschland. Ihr springt doch auf jeden Verschwörungszug, wenn der ein paar zusätzliche Wählerstimmen bringen könnte./t\ THG
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