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Donnerstag, 26. November 2020

Realsatire mit Alice - heute: Ich schöne mir die Welt, weil mir CoViD nicht gefällt

Dieser Text bezieht sich auf die Rede der AfD-Abgeordneten Alice Weidel in der 195. Sitzung am 26.11.20120, 09:26. Das Thema war die Regierungserklärung der Bundeskanzlerin zur „Bewältigung der CoViD-19-Pandemie“. Das Original des Videos gibt es hier oder auf meinem YouTube-Kanal.


Die Rede im Wortlaut


Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren!

Die Kollateralschäden Ihrer Coronapolitik sind jetzt schon größer als die Schäden, die das Virus selbst anrichtet. Den größten Schaden haben Sie unserer Wirtschaft, unserem Mittelstand und unserer Rechts- und Verfassungsordnung durch das Dritte - sogenannte - Bevölkerungsschutzgesetz zugefügt. In rekordverdächtiger Eile haben Sie sich einen Blankoscheck für fundamentale und einschneidende Grundrechtseingriffe ausstellen lassen. Dagegen haben die Menschen letzte Woche demonstriert, die Sie mit Wasserwerfern und Gewalt aufgerieben haben - ein Tiefpunkt für die demokratische Verfasstheit unseres Staates.

Notstandsmaßnahmen müssen klaren, überprüfbaren und streng begrenzten Kriterien folgen und enger parlamentarischer Kontrolle unterliegen. Sie aber haben einfach Ihre zweifelhaften Maßnahmen in ein Gesetz hineingeschrieben, damit Sie möglichst, von Gerichten nicht belästigt, weitermachen können wie bisher. Das Parlament ist auch weiterhin Zaungast.

Wieder hat also eine von der Verfassung nicht vorgesehene Kungelrunde aus Kanzleramt und Ministerpräsidenten im virtuellen Hinterzimmer getagt, und wieder hat diese Runde Beschlüsse ausgehandelt, die tief in das Leben und in die Rechte von Bürgern und Unternehmen eingreifen. Was Sie den Bürgern zumuten, ist inkonsistent, widersprüchlich, von zweifelhaftem Nutzen und durchtränkt vom undemokratischen Geist obrigkeitsstaatlicher Bevormundung.

Es geht den Staat schlichtweg nichts an, wer in seinen privaten Wohnräumen wann wen trifft und mit wem und in welchem Rahmen jemand Weihnachten mit der Familie, Angehörigen oder engen Freunden feiert. Das ist ungehörig, und das ist übergriffig.

Begreifen Sie wirklich nicht, wie herablassend und verletzend es auf erwachsene mündige Bürger wirkt, wenn der Staat Gouvernante spielt und sich anmaßt, gnädig zuzuteilen, was an Festtagen noch erlaubt sein soll und was verboten? Die staatliche Einmischung in Privatangelegenheiten und Familienleben vergiftet das gesellschaftliche Klima und fördert Erscheinungen wie Spitzeltum und Denunziation, so wie Anfang der Woche im Söderland Bayern, als die Polizei auf einen Hinweis hin ein Rentnerkaffeekränzchen stürmte. Ganz ehrlich, unsere Polizeibeamten haben wirklich Besseres zu tun.

Keinem vernünftigen Menschen kann man das Chaos erklären, in das Sie Schulen und Bildungseinrichtungen stürzen, obwohl die Infektionsgefahr, die von ihnen ausgeht, nur gering ist. Statt zu lernen, müssen Kinder sich mit fragwürdigen Maskenpflichten herumschlagen und in ständig gelüfteten Klassenzimmern frieren. Hat irgendjemand bei diesem planlosen Geschacher um Ferienverlängerungen an die Eltern gedacht, die oft gar keine zusätzlichen Urlaubstage übrig haben, um sich um ihre Kinder zu kümmern? Wer soll verstehen, dass es in Ordnung sein soll, in vollen Bussen und U-Bahnen zur Arbeit zu fahren, aber das Essen in Gaststätten mit weit auseinanderstehenden Tischen ein untragbares Risiko sein soll?

Was ist das für ein Treuebruch gegenüber all den Gastronomen, Einzelhändlern, Selbstständigen und kleinen Gewerbetreibenden, die bislang die Zähne zusammengebissen und durchgehalten haben? Viele haben in gutem Glauben nicht wenig investiert, um Hygienekonzepte umzusetzen, nur um sich wieder in einem Lockdown wiederzufinden. Dieser Lockdown wird viele endgültig um ihre Existenz bringen und lässt den Einzelhandel in verödeten Innenstädten am ausgestreckten Arm verhungern. Die Regierung bestraft also genau diejenigen, die alles richtig gemacht haben.

Dabei geben nicht einmal die Zahlen des RKI einen Beleg dafür her, dass das Schließen der Gastronomie nennenswerten Einfluss auf das Infektionsgeschehen hätte.

Lockdowns ohne Ende stärken den Staatssektor und zerstören auf Dauer den Mittelstand und die Vielfalt selbstständiger Gewerbetreibender und Freiberufler, auf denen die Stärke unserer Marktwirtschaft beruht. Gerade deshalb kommt es auf Eigenverantwortung der Bürger an, wenn wir einen Weg finden wollen, mit dieser Situation umzugehen. Dauergängelung durch den Staat ist wirklich keine Lösung. Unterschätzen Sie die Bürger nicht, und überschätzen Sie sich selbst nicht!

Der Staat muss sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren, die Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens aufrechterhalten und investieren, die Kapazitäten, wo erforderlich, ausbauen und die Funktionsfähigkeit sicherstellen. Darüber hinaus - darauf habe ich bereits im März hingewiesen - muss er Vorkehrungen für den Schutz besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen und des medizinischen Personals treffen. Rechtzeitige Prävention wäre der richtige Weg gewesen.

Krisenbewältigung verlangt nüchterne, verlässliche Informationspolitik und muss auf klare, nachvollziehbare Kriterien gegründet sein. Das bekommen Sie bis heute nicht hin. Vor allem aber brauchen wir einen offenen, ehrlichen und unaufgeregten Dialog über das, was zu tun ist, und zwar bevor die Entscheidungen fallen und nicht nachher, so wie wir das heute hier tun.

In diese Debatte müssen alle sachlichen und gesellschaftlichen Positionen und Belange einfließen, und nicht nur diejenigen, die der Kanzlerin und einigen Ministerpräsidenten genehm sind. Kehren wir also zurück zur demokratischen Normalität.

Vielen Dank.
     [Quelle: Protokoll des Bundestages]


Analyse der Rede


Die Kollateralschäden Ihrer Coronapolitik sind jetzt schon größer als die Schäden, die das Virus selbst anrichtet.

Gibt es dafür auch belastbare Belege, oder hast Du das selbst erfunden, Alice?


Den größten Schaden haben Sie unserer Wirtschaft, unserem Mittelstand und unserer Rechts- und Verfassungsordnung durch das Dritte - sogenannte - Bevölkerungsschutzgesetz zugefügt.

Ach Alice, selbst das neoliberalste Weidel, das die AfD je hatte, sollte doch wissen, dass in einem Rechtsstaat ein Menschenleben immer Vorrang vor monetären Interessen hat.


In rekordverdächtiger Eile haben Sie sich einen Blankoscheck für fundamentale und einschneidende Grundrechtseingriffe ausstellen lassen.

Und welche Grundrechte sollen das bitteschön sein? Selbst das uninformierteste Weidel der AfD sollte eigentlich wissen, dass es kein Grundrecht auf "andere mit tödlichen Infektionen beglücken dürfen" gibt.


Dagegen haben die Menschen letzte Woche demonstriert, die Sie mit Wasserwerfern und Gewalt aufgerieben haben - ein Tiefpunkt für die demokratische Verfasstheit unseres Staates.

Ach Alice - war es nicht eher so, dass die Polizei reichlich hilflos und sehr milde agierte, wenn sie denn überhaupt etwas tat? Und: Ist es nicht die fürnehmlichste Aufgabe unserer Polizisten und Polizistinnen, die Worte unserer Verfassung, auf die sie ihren Amtseid geleistet haben, auch mit aller Kraft zu verteidigen, wenn sie von gewalttätigen Extremisten jeglicher Coleur angegriffen wird? Wer andere Menschen durch Nichteinhaltung selbst der simpelsten Schutzmaßnahmen aus niedersten Gründen vorsätzlich gefährdet, muss an seinem Tun gehindert werden - wenn es gar nicht anders geht, und das/der/die Betroffene sich allen Aufforderungen zum Trotz weiterhin als chronisch renitent erweist, muss das geltende Recht zur Not auch mit Gewalt durchgesetzt werden.


Notstandsmaßnahmen müssen klaren, überprüfbaren und streng begrenzten Kriterien folgen und enger parlamentarischer Kontrolle unterliegen.

Nun: Es obliegt Dir (und nur Dir!), Alice, die Richtigkeit dieser mal eben in den Raum geweidelten Behauptung faktisch zu belegen. Nur weil Du etwas behauptest, muss das ja noch lange nicht den Tatsachen entsprechen. Solange Du im Bundestag noch derartige Reden halten darfst, kann es um unsere Demokratie und das parlamentarische System nicht gar so besorgniserregend bestellt sein, wie Du es uns hier weismachen möchtest.


[...] und wieder hat diese Runde Beschlüsse ausgehandelt, die tief in das Leben und in die Rechte von Bürgern und Unternehmen eingreifen.

Hand aufs Herz, Alice: Dir geht es doch einzig um das Wohlergehen Deiner Spetzln, die Dir die schwarzen Parteispenden zustecken - das schnöde Volk geht Dir doch voll am Allerwertesten vorbei.


Was Sie den Bürgern zumuten, ist inkonsistent, widersprüchlich, von zweifelhaftem Nutzen und durchtränkt vom undemokratischen Geist obrigkeitsstaatlicher Bevormundung.

Wieder eine dieser unnachahmlich dahingeweidelten Behauptungen, die mit dem wirklichen Leben so wunderbar überhaupt nichts zu tun haben. Abgesehen davon: Der undemokratische Geist ist doch ein eingetragenes Warenzeichen der AfD - verkauft ihr inzwischen Lizenzen dafür, und war euer Parteiprogramm nicht ein stetig wiederholter Schrei nach mehr Obrigkeit?


Was ist das für ein Treuebruch gegenüber all den Gastronomen, Einzelhändlern, Selbstständigen und kleinen Gewerbetreibenden, die bislang die Zähne zusammengebissen und durchgehalten haben?

Mei, Alice - hätten Deine Unternehmerspetzln einen gescheiten Beruf erlernt, bekämen sie jetzt Kurzarbeitergeld. Meines Wissens wurde noch niemand in der BRD dazu gewungen, "Unternehmer" werden zu müssen. Und hätten Deine Unternehmerspetzln ein anständiges Vorsorgekonzept für schlechte Zeiten ausgearbeitet, müssten sie jetzt nicht jammern, sondern wären ebenso abgesichert wie Arbeiter und Angestellte.


Dieser Lockdown wird viele endgültig um ihre Existenz bringen und lässt den Einzelhandel in verödeten Innenstädten am ausgestreckten Arm verhungern.

Die Tendenz zur Verödung der Innenstädte gibt es schon seit Jahrzehnten - die Pandemie hat das Sterben unrentabler Geschäfte, die ausschließlich Verluste generierten, nur beschleunigt. Das hat mit CoViD-19 oder Lockdowns nur am Rande zu tun. Die Menschen haben immer weniger Geld in den Taschen, und können es sich schlicht und ergreifend nicht mehr leisten, in Einzelhandelsgeschäften mit überteuerten Waren einzukaufen. Und gegen das, was den Leuten das nötige Geld verschaffen würde - nämlich eine Erhöhung der Löhne und ALGII-Regelsätze der armen Hälfte der Bevölkerung - sträubt sich die AfD ja schon seit ihrer Erfindung mit Händen und Füßen. Man sollte nie Dinge fordern, deren Realisierung man bislang selbst erfolgreich mitverhindert hat.


Dabei geben nicht einmal die Zahlen des RKI einen Beleg dafür her, dass das Schließen der Gastronomie nennenswerten Einfluss auf das Infektionsgeschehen hätte.

Doch, das tun sie. Man müsste für diese Erkenntnis nur deren tägliche Statistiken zur Kenntnis nehmen.


Lockdowns ohne Ende stärken den Staatssektor und zerstören auf Dauer den Mittelstand und die Vielfalt selbstständiger Gewerbetreibender und Freiberufler, auf denen die Stärke unserer Marktwirtschaft beruht.

Ach, Alice - jetzt hast Du schon einen akademischen Titel im Wirtschaftsbereich, und begreifst trotzdem nicht, dass die einzige Stärke unserer Marktwirtschaft unser ausufernder Exportüberschuss ist? Die Zerstörung des Mittelstandes ist - siehe weiter oben! - eine Nebenfunktion der Umverteilung des Vermögens von Unten nach Oben. Über kurz oder lang wird es weltweit keinen Mittelstand mehr geben - selbst ohne CoViD-19.


Unterschätzen Sie die Bürger nicht, und überschätzen Sie sich selbst nicht!

Ist es nicht eher so, dass Du und Deine neoliberalen Gesinnungsgenossen und -genossinnen von AfD und FDP sich und die aktuelle Bewegung, auf die ihr gerade noch rechtzeitig mit aufgesprungen seid, total überschätzen, während ihr die Wehrhaftigkeit unseres Parlaments und der demokratisch gesinnten Bürger im Land hoffnungslos unterschätzt?


Vor allem aber brauchen wir einen offenen, ehrlichen und unaufgeregten Dialog [...]

Sagt ausgerechnet das schulmeisterlichste Weidel das die AfD je hatte - wie wäre es, wenn Du bei Dir selbst anfängst?


Kehren wir also zurück zur demokratischen Normalität.

Seit wann muss man zu dem Punkt "zurückkehren", auf dem man gerade steht? Die "demokratische Realität" ist immer das, was man gerade hat - alles andere nennt man entweder Vergangenheit oder Zukunft.



/t\ THG


Realsatire mit Martin - heute: Die EU-"Lohnsklaverei" der armen BRD

Dieser Artikel bezieht sich auf die Rede des AfD-Abgeordneten Martin Sichert in der 194. Sitzung am 25.11.20120 um 15:52 h. Das Thema der "Aktuellen Stunde" war auf Antrag der Linken „Für gute Löhne und Verteilungsgerechtigkeit sorgen – Zunehmende Ungleichheit in der Corona-Pandemie stoppen“. Das Original des Videos gibt es hier oder auf meinem YouTube-Kanal.


Die Rede im Wortlaut


Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren,

die Linken wollen heute über gute Löhne sprechen. Ein Lohn ist umso besser, je mehr der Erwerbstätige von seinem erwirtschafteten Geld behalten darf. Gute Löhne sind also das Gegenteil von Umverteilung. Wir haben aktuell drei Rekorde, die aneinandergestellt zeigen, dass diese Regierung total versagt. Erstens: Wir haben weltweit die höchsten Steuern und Abgaben - kein anderes Land weltweit presst seine eigenen Bürger so aus wie wir. Zwitens: Wir machen in diesem und dem kommenden Jahr Rekordschulden von mehreren hundert Milliarden Euro. Und Drittens: Wir haben Armut auf Rekordniveau - seit der Wiedervereinigung gab es nie so viele Arme wie heute.

Wenn man soviel den eigenen Bürgern wegnimmt, und sich so hoch verschuldet, aber trotzdem die Armut steigt, dann stellt sich die Frage: Was läuft schief in Deutschland? Wohin geht das ganze Geld? Die Antwort auf die Frage ist: Ein Großteil dieses Geldes geht in die EU. Ich höre ständig von Abgeordneten anderer Parteien, allen voran CDU und CSU, dass es total großartig sei, anderen Staaten in der EU Geld zu geben, weil diese Länder schließlich deutsche Produkte kaufen würden.

Das ist - mit Verlaub - ökologisch der größte Schwachsinn, den ich je gehört habe. Was sie hier politisch machen, ist das Gleiche, wie wenn sie zu einem Kioskbesitzer gehen, und ihm sagen, er soll dem nächsten Kunden, der vorbeikommt, 100 Euro schenken, und dann hoffen, dass derjenige für diese 100 Euro bei ihm einkauft. Wahrscheinlich wird - genau wie bei der EU - derjenige das Geld dankbar einstecken, und es ansderswo ausgeben. Aber selbst, wenn er das Geld im Kiosk ausgibt, dann hat der Kioskbesitzer zwar hinterher wieder die gleichen 100 Euro in der Kasse, aber er hat einen massiven Verlust gemacht, denn die Waren für 100 Euro sind dann weg.

Diese ganze Umverteilung von deutschem Steuergeld an andere EU-Länder ist letztlich nur eine brutale Ausbeutung dutscher Erwerbstätiger. Man presst den Erwerbstätigen immer mehr Geld ab, bürdet ihnen immer höhere Staatsschulden auf, die sie abarbeiten müssen, und finanziert damit Steuersenkungen und soziale Wohltaten in anderen Ländern. Diese moderne Form der Lohnsklaverei ist das Gegenteil von Verteilungsgerechtigkeit und von guten Löhnen, und es ist scheinheilig, dass sie von den Linken, die immer das Loblied auf die EU mitsingen, sich hier hinstellen, und über mangelnde Verteilungsgerechtigkeit und schlechte Löhne klagen - ändern sie stattdessen mal ihre europäische Politik.

Neben der EU-Politik ist aber auch die Verteilung des Geldes innerhalb von Deutschland ein Problem. Anstatt, dass wir Armut bekämpfen, werden mit Abermilliarden nicht konkurrenzfähige umweltschädliche Projekte wie Elektroautos und Windräder subventioniert. Das ist eine gigantische Umverteilung von Unten nach Oben. Die Wohlhabenden, die sich ein Elektroauto oder ein Windrad leisten können, die freuen sich über die Subventionen, die die ärmeren Mitbürger mit ihren Steuern finanzieren. Ganze Industriezweige wie der konventionelle Kraftwerksbau oder die Automobilindustrie mit hunderttausenden Arbeitsplätzen werden durch diese Politik vernichtet.

Auf die Spitze getrieben wird diese wohlstandsvernichtende Politik durch massive Bürokratie wie die geplante Euro-7-Norm. In der Folge baut BMW künftig Motoren in Großbritannien, und Daimler in China. Diese gezielte Vernichtung deutscher Arbeitsplätze führt zu steigender Armut. Wir haben aktuell so viel Umverteilung und staatliche Lenkung wie noch nie, und als Ergebnis Rekordarmut und massenhafte Vernichtung von Arbeitsplätzen.

Ihnen von der Linken, die immer von Vermögensabgaben, neuen Steuern und noch mehr staatlicher Lenkung träumen, kann man nur raten: Sehen sie sich doch in der Realität um - genau diese Politik haben wir aktuell, und sie führt nur zu einem, nämlich grassierender Armut. Wir brauchen gute Löhne, also deutlich niedrigere Steuern und Abgaben.

Wir brauchen aber auch einen Einsatz der Mittel des Staates für die einheimische Bevölkerung, die einheimische Infrastruktur und die einheimische Wirtschaft. Schluss mit dem Verschleudern unzähliger Milliarden deutschen Steuergelds jedes Jahr an andere EU-Staaten und als Subventionen für unrentable Technologien.

Stärken wir Deutschland. bekämpfen wir Armut, indem wir die deutsche Wirtschaft und unsere Mitbürger entlasten und unterstützen. Das wäre nicht nur fair und sozial gerecht, sondern genau das ist auch unser Auftrag als deutscher Bundestag.

Vielen Dank
     [Hervorhebungen entsprechen der deutlichen Betonung des Herrn Sichert!]


Analyse der Rede


Ein Lohn ist umso besser, je mehr der Erwerbstätige von seinem erwirtschafteten Geld behalten darf.

Nun, da hat der Martin wohl ein fundamentales Verständnisloch: Ein Lohnarbeiter "erwirtschaftet" kein "Geld", sondern erhält einen Lohn für verrichtete Arbeit. Auch Angestellte "erwirtschaften" nichts, nur dass die keinen Lohn, sondern ein Gehalt für die erbrachte Arbeit erhalten. (Der Unterschied sind einzig und allein die Modi zur Berechnung der Bezahlung und der monatliche Auszahlungstermin.) "Gelder erwirtschaften" tun nur Selbständige, in der fortgeschritteneren Form mit mehreren/vielen/sehr vielen/extrem vielen Lohn-/Gehaltssklaven auch "Unternehmer" genannt.


Gute Löhne sind also das Gegenteil von Umverteilung.

Falsch. Bessere Löhne sind nur dann möglich, wenn der Unternehmer seine Preise erhöht, und diese Erhöhung (zumindest anteilig!) an seine Sklaven weiterreicht, oder er freiwillig auf einen Teil seines Profits verzichtet, und ihn als Almosen nach unten fallen lässt. Letzteres dürfte so selten sein, dass man mit der Lupe suchen müsste, um auch nur einen einzigen Fall zu finden.


Wir haben weltweit die höchsten Steuern und Abgaben

Das ist falsch. Daten der OECD zur Einkommenssteuer


kein anderes Land weltweit presst seine eigenen Bürger so aus wie wir

Na ja - außer in der AfD und einschlägigen Unternehmerkreisen, die auch gern mal an der einen oder anderen Steuerbetrügerei beteiligt sind, wird kaum jemand das Zahlen seiner Steuern als "Auspressung" empfinden.


Wir machen in diesem und dem kommenden Jahr Rekordschulden von mehreren hundert Milliarden Euro.

Richtig. Und was bitteschön ist daran falsch?


Wir haben Armut auf Rekordniveau - seit der Wiedervereinigung gab es nie so viele Arme wie heute.

Richtig. Was sich allerdings - empirisch belegbar - direkt auf die so genannten "Hartz-Reformen" und die staatlich gewollte Umverteilung von Unten nach Oben durch Subventionen und "Förderungen" zurückführen lässt. Auch die außer Kontrolle geratene Spekulation mit "Betongold" trägt ihr Schärflein dazu bei, dass die Armen immer ärmer werden.


Wenn man soviel den eigenen Bürgern wegnimmt, und sich so hoch verschuldet, aber trotzdem die Armut steigt

Ist Letzteres nicht eine kausale Folge von Ersterem, während das mittlere mit den beiden anderen rein gar nichts zu tun hat?


Ein Großteil dieses Geldes geht in die EU.

Falsch. Laut Europäische Union: Nationale Beiträge der Mitgliedstaaten zum Haushalt im Jahr 2019 haben wir 2019 25,82 Milliarden Euro in den Topf der EU gezahlt, und 12,24 Milliarden Euro [Quelle] zurück bekommen. "5,82 - 12,24 = 13,58 Milliarden Euro Nettobeitrag. Das sind gerade mal 3,8 Prozent des Bundeshaushalts 2019.

Dass die AfD immer noch mit ihren frei erfundenen Behauptungen bezüglich des EU-Beitrags Betteln und Hausieren geht, zeugt nicht nur von einer gewaltigen Lernresistenz, sondern auch vom übergroßen Drang der AfD-Mitglieder zum Märchen erzählen.


[...], dass es total großartig sei, anderen Staaten in der EU Geld zu geben, weil diese Länder schließlich deutsche Produkte kaufen würden.

Das ist, mit Verlaub, ökologisch der größte Schwachsinn, den ich je gehört habe.


Nein. Mit Verlaub, Martin, es ist eher so, dass Du von der Materie, über die Du hier geschlagene vier Komma irgendwas Minuten rumnölst, absolut keinen Schimmer hast, und das mit vorsätzlichen Falschaussagen zu kompensieren versuchst.


Was sie hier politisch machen, ist das Gleiche, wie wenn sie zu einem Kioskbesitzer gehen, und ihm sagen, er soll dem nächsten Kunden, der vorbeikommt, 100 Euro schenken, und dann hoffen, dass derjenige für diese 100 Euro bei ihm einkauft. Wahrscheinlich wird - genau wie bei der EU - derjenige das Geld dankbar einstecken, und es ansderswo ausgeben. Aber selbst, wenn er das Geld im Kiosk ausgibt, dann hat der Kioskbesitzer zwar hinterher wieder die gleichen 100 Euro in der Kasse, aber er hat einen massiven Verlust gemacht, denn die Waren für 100 Euro sind dann weg.

Selbst mit dieser mehr schlecht als recht zusammengeschusterten "Parabel" beweist der Martin, dass er von der Materie keine Ahnung hat - welcher Kioskbesitzer würde seine Ware wohl freiwillig für den Einkaufspreis verramschen, dass unter dem Strich nichts übrig bliebe? Bestimmt nur der Martin, der auch wildfremden Leuten einfach so mal auf die Schnelle hundert Euro schenkt, weil er darauf hofft, seinen Ramsch an den dann zum Einkaufspreis verscherbeln zu können, während der freundliche Mitmensch das Zeug dann mit dem marktüblichen Gewinn von 100 Prozent verhökert und die anderen 100 Euro auch noch einsteckt...

Nö, Martin, so funktioniert Wirtschaft nun wirklich nicht. Ebenso bekommen wir die in die EU investierten 13,58 Milliarden vervielfacht durch unseren weltmeisterlichen Export wieder in die Kassen gespült. Es ist eher so, dass gerade wegen unserer langjährigen Exportweltmeisterschaft die anderen EU-Länder langsam ausbluten...


Man presst den Erwerbstätigen immer mehr Geld ab, bürdet ihnen immer höhere Staatsschulden auf, die sie abarbeiten müssen,

Ach Martin. "Erwerbstätige" arbeiten nicht - sie lassen ihre Lohnsklaven für sich arbeiten.


und finanziert damit Steuersenkungen und soziale Wohltaten in anderen Ländern.

Du hast bestimmt belastbare Nachweise, die bestätigen, dass die anderen Länder sich auf unsere Kosten einen faulen Lenz machen?


Diese moderne Form der Lohnsklaverei ist das Gegenteil von Verteilungsgerechtigkeit und von guten Löhnen,

Ach Martin - wenn Du schon keine Ahnung hast, was die Worte "Lohnsklaverei", "Verteilungsgerechtigkeit" und "guter Lohn" bedeuten, solltest Du sie in einer öffenlichen Debatte tunlichst nicht verwenden. Stattdessen führst Du Dich hier auf härteste Masochistenart selbst vor - hoffentlich hat es sich wenigstens erregungstechnisch gelohnt...


Anstatt, dass wir Armut bekämpfen, werden mit Abermilliarden nicht konkurrenzfähige umweltschädliche Projekte wie Elektroautos und Windräder subventioniert.

Hurra - der Martin hat den Spagat vom EU-Bashing zur Klimaleugnung geschafft! Dass die in Deutschland nur wegen der Milliardensubventionen gebauten Elektroautos auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig sind, weiß jedes Kind - dass sie allerdings umweltschädlich sind, ist so hanebüchen, dass Du das wirklich wasserfest nachweisen solltest, wenn Du Dich nicht als notorischer Lügner outen willst. Und was an Windrädern umweltschädlich sein soll, kannst Du uns gewiß auch noch erklären - das klingt nämlich richtig unplausibel.


Die Wohlhabenden, die sich ein Elektroauto oder ein Windrad leisten können,

Ach ja, richtig - wer kennt sie nicht, die Bonzen mit den 200 Meter hohen Windrädern auf ihren Villen, die sie nebst noch gar nicht serienreifen Nobelschlitten mit Elektroantrieb von "denen da oben [TM]" geschenkt bekommen.


Ganze Industriezweige wie der konventionelle Kraftwerksbau oder die Automobilindustrie mit hunderttausenden Arbeitsplätzen werden durch diese Politik vernichtet.

Nö, Martin, da musst Du jetzt gaaaanz tapfer sein: Diese tollen "konventionellen Kraftwerke" und die tollen "Verbrennungsmotoren" sind absolute Auslaufmodelle, die in zehn Jahren nur noch überzeugte AfD-Anhänger kaufen werden. Auf dem Weltmarkt wird dieses überholte Zeug in absehbarer Zeit völlig verschwinden, und dann sind die ganzen tollen Arbeitsplätze auch futsch, wenn die AfD nicht "Autos für Deutschland" kauft - und zwar alle. Was ihr dann jedes Jahr mit Millionen Autos mit Verbrennungsmotor tut, die nirgendwo auf der Welt fahren dürfen, ist euer Problem...


massive Bürokratie wie die geplante Euro-7-Norm

Ach Martin - was hat eine Abgasnorm bitteschön mit "Bürokratie" zu tun, und warum hast Du Dich nicht schon 1993 über Euro 1 beschwert, das das selbe Zulassungsprocedere hatte?


In der Folge baut BMW künftig Motoren in Großbritannien, und Daimler in China.

Und beide zahlen dann horrende Einfuhrzölle, um diese Motoren nach Deutschland zu importieren? Dient die Auslagerung nicht eher dazu, sich die Zölle bei der Ausfuhr zu ersparen, und die bisherigen Exportfahrzeuge direkt im Abnehmerland zu bauen? Abgesehen davon - Verbrennungsmotoren sind Auslaufmodelle, die bald eh keiner mehr kauft.


Diese gezielte Vernichtung deutscher Arbeitsplätze führt zu steigender Armut.

Nö - einzig und allein die Kurzsichtigkeit deutscher Manager und die völlig absente Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft führt zur Vernichtung von Arbeitsplätzen, und die Armut ist einzig und allein der Raffgier der "Großkopferten" geschuldet.


Sehen sie sich doch in der Realität um

Wäre dieses Motto nicht eher etwas für die rüchwärtsgerichtete AfD, die mental in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts steckengeblieben ist?


Wir brauchen gute Löhne, also deutlich niedrigere Steuern und Abgaben.

Seit wann bestimmt die Höhe der Steuern (ein prozentualer Wert) die Höhe der Löhne (ein monetärer Wert)? Wenn ich von 10 Euro Stundenlohn 15 % Steuern zahle, bleiben 8,50 Euro übrig, wenn ich von 20 Euro Stundenlohn 25 % Steuern zahle, bleiben 15 Euro übrig - was von beiden ist mehr?


Stärken wir Deutschland...

Nö, Martin, mit dem, was Dir vorschwebt, stärkst Du unser Land nicht, sondern lieferst es einem langen, qualvollen Sterben aus. Was wir brauchen, ist keine Kleinstaaterei, sondern Visionen für eine lebenswerte Zukunft. Mit "Deutschland zuerst!" wirst Du Deutschland ebenso siegestrunken an die Wand fahren, wie Trump es mit den USA vorexerziert hat - asoziales Verhalten rächt sich früher oder später!



/t\ THG