Rede des AfD-Abgeordneten Dr. Bruno Hollnagel in der 214. Sitzung am 03.03.2021, 15:45, Thema war das TOP Z1 "Öffnungsperspektiven durch Teststrategie". Das Original des Videos gibt es in der Mediathek des Bundestags und auf meinem YouTube-Kanal. Das Original des Redetextes kann man dem offiziellen Plenarprotokoll entnehmen.
Die Rede im Wortlaut
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Leider sind die Probleme des Lockdowns mit einer Öffnungs- oder Teststrategie nicht annähernd zu bewältigen. Schon vor Covid-19 war die Finanzlage völlig überdehnt. Die Nachhaltigkeitslücke betrug 7 400 Milliarden Euro. Die Kosten für die Energiewende werden mindestens 3 000 Milliarden Euro betragen. Die Migrationskosten belaufen sich jährlich auf circa 50 Milliarden Euro. Am 23. März 2020 wurde der erste Lockdown verhängt, obwohl zu diesem Zeitpunkt der Wert R kleiner war als 1. Das heißt, nach den eigenen Kriterien der Regierung war es gar nicht mehr erforderlich, einen Lockdown zu verhängen. Sie wollten unbedingt einen Lockdown. Das Bundesfinanzministerium rechnete aufgrund des ersten Lockdowns mit 1 446 Milliarden Euro an Risiken und Haftung. Die Nachhaltigkeitslücke stieg infolge des zweiten Lockdowns zusätzlich um 5 300 Milliarden Euro. Aktuell belaufen sich die Kosten für Risiken für die Bundesrepublik Deutschland auf 16 000 Milliarden Euro. Wenn Sie 50-Euro-Scheine nehmen und sie dicht an dicht 5 Meter nebeneinander legen, dann haben Sie mit 16 000 Milliarden Euro den Weg von hier zum Mond und zurück und noch 10 000 Kilometer dazu. Das sind wahrhaft astronomische Dimensionen. Dafür haftet jeder Staatsbürger selbst. Darüber hinaus aber bestehen unübersehbare Haftungsrisiken im Rahmen der EU-Politik und in den Schattenhaushalten. Es findet eine Deindustrialisierung statt, die Arbeitsplätze kostet, und es sind leider viele, viele Insolvenzen zu befürchten. Die Menschen und die Wirtschaft brauchen Vertrauen. Das bedeutet: Orientierung geben. Natürlich müssen Versprechen eingehalten werden. Wenn Sie beispielsweise eine Septemberhilfe versprechen, die nach 100 Tagen noch immer nicht ausgezahlt worden ist, dann unterminieren Sie das Vertrauen. Wenn jemand als Septemberhilfe 1 500 Euro bekommen soll, aber 800 Euro Steuerberaterhonorar zahlen muss, dann hilft das dem Steuerberater, aber nicht dem Opfer der Lockdown-Politik. Meine Damen und Herren, Krisenmanagement ist gefordert. Wir erwarten entschlossenes Handeln, das heißt konkret: Verlustquellen müssen geschlossen werden, Beiträge an Brüssel müssen gedeckelt werden, keine Beiträge oder Haftungen mehr wegen „Next Generation EU“. Die teuren Maßnahmen der Energiewende und der sogenannten Klimarettung sind auszusetzen. Wir haben genug Vorleistung gebracht. Nun erwarten wir von China, den USA und Indien Entsprechendes. Nicht bleibeberechtigte Migranten müssen natürlich zurückgeführt werden, und der Braindrain muss endlich beendet werden. In der Krisensituation müssen Risiken ab- statt aufgebaut werden. Wir fordern deswegen, Haftungsketten in der EU zu sprengen, die No-Bailout-Klausel endlich einzuhalten, deutsche Risiken aus Hebelungen beim Europäischen Fonds für strategische Investitionen zu unterbinden. Das geplante Lieferkettengesetz ist unverzüglich zu stoppen; umgekehrt wollen Sie doch auch nicht, dass die Chinesen uns vorschreiben, wie wir zu produzieren haben. Das Zinsdiktat der EZB führt zu Negativzinsen. Sie sind nicht hinnehmbar; denn das Bundesverfassungsgericht sagt, dass die EZB ihre Kompetenzen überschritten hat, dass praktisch alle Bürger Nachteile durch das Zinsdiktat haben, dass die EZB-Anleiheprogramme unverzüglich einzustellen sind, weil sie unverhältnismäßig sind. Das Thema ist, dass wir wieder eine Erstarkung der Wirtschaft brauchen. Deswegen: Abschaffung der CO2-Steuer, keine EEG-Abgabe, Deindustrialisierung Deutschlands sofort rückgängig machen, eine längerfristige Entbürokratisierung endlich einleiten. Wir müssen raus aus der Bürokratisierung. Die Umsatzsteuer muss nachhaltig gesenkt werden, damit den Bürgern endlich wieder mehr auf dem Konto bleibt. Das ist das, was wir brauchen. Erlauben Sie mir, zum Schluss noch eine Sache klar und deutlich zu sagen: Bewegungsfreiheit ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht. Freie Berufsausübung ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht. Ich sage klar und deutlich: Die Alternative für Deutschland ist für das Grundgesetz und will die Grundrechte einfordern. Danke schön.Analyse der Rede
Leider sind die Probleme des Lockdowns mit einer Öffnungs- oder Teststrategie nicht annähernd zu bewältigen. Dem könnte man im Prinzip zustimmen, wenn dieser Satz nicht von einem AfD-ler käme. Schon vor Covid-19 war die Finanzlage völlig überdehnt. Genau das ist es, was mich zu meiner Bemerkung einen Satz zuvor verleitete. Der Bruno bezieh sich im folgenden Text also auf die Zeit vor Februar 2020. Sollte man im Hinterkopf behalten! Die Nachhaltigkeitslücke betrug 7 400 Milliarden Euro. Ach? Die wissenschaftliche aufgearbeitete Generationenbillanz schaut etwas anders aus. Wer soll der AfD denn überhaupt etwas glauben, wenn sie, ihrem grundlegenden Paradigma folgend, derart lax mit Zahlen und Fakten umgeht? Die Kosten für die Energiewende werden mindestens 3 000 Milliarden Euro betragen. Welch eine Öffnungsperspektive, welch durchdachte Teststrategie! Die Migrationskosten belaufen sich jährlich auf circa 50 Milliarden Euro. Welch ein durchdachter Lösungsansatz, der Pandemie endlich Herr zu werden! Am 23. März 2020 wurde der erste Lockdown verhängt, obwohl zu diesem Zeitpunkt der Wert R kleiner war als 1. Das heißt, nach den eigenen Kriterien der Regierung war es gar nicht mehr erforderlich, einen Lockdown zu verhängen. Sie wollten unbedingt einen Lockdown. Ach Bruno - schöner kann man gar nicht demonstrieren, dass man von der Materie, über die man sich gerade in epischer Länge ausläßt, keinen blassen Schimmer hat. Natürlich ist es leicht, der bösen Regierung die Schuld in die Schuhe zu schieben, wenn man selbst keine Verantwortung für irgend etwas zu tragen hat. Und selbstverständlich beschließen Regierungen immer das, was die Wähler auf jeden Fall vergrault - sie wollen schließlich auf gar keinen Fall wiedergewählt werden... Das Bundesfinanzministerium rechnete aufgrund des ersten Lockdowns mit 1 446 Milliarden Euro an Risiken und Haftung. Und was wäre die Alternative dazu gewesen - die Bürger (wie in Brasilien und den USA praktiziert) sich einfach ungeschützt gegenseitig infizieren und wegsterben zu lassen? Die Nachhaltigkeitslücke stieg infolge des zweiten Lockdowns zusätzlich um 5 300 Milliarden Euro. Aktuell belaufen sich die Kosten für Risiken für die Bundesrepublik Deutschland auf 16 000 Milliarden Euro. Und in welchem Land auf diesem Planeten ist das grundlegend anders? Eine Pandemie ist nun einmal eine Pandemie - da helfen auch Milchmädchenrechnungen mit Geldscheinen nicht weiter. Dafür haftet jeder Staatsbürger selbst. Nö, tut er/es/sie nicht. Nicht einmal anteilsmäßig... Es findet eine Deindustrialisierung statt, Die ist aber eine direkte Folge der asozialen Marktwirtschaft. Wenn man mit dem Zocken virtueller Produkte an den Börsen mehr Geld generieren kann, als mit der Produktion realer Waren, besteht kein Grund für Menschen, die sehr viel Geld haben, noch Produktionsstätten zu bauen, oder die bestehenden weiter zu betreiben. Es geht schliewßlich nicht um Schicksale von Menschen, sondern darum, mehr Gewinne als alle anderen Mitzocker abgreifen zu können. Wir erwarten entschlossenes Handeln, das heißt konkret: Verlustquellen müssen geschlossen werden, Beiträge an Brüssel müssen gedeckelt werden, keine Beiträge oder Haftungen mehr wegen „Next Generation EU“. Die teuren Maßnahmen der Energiewende und der sogenannten Klimarettung sind auszusetzen. Wozu sollte das gut sein? Wenn unser Planet kaputt ist, hilft virtuelles Geld ohne reale Gegendeckung auch nicht weiter - Bits und Bytes kann man nicht essen... Nicht bleibeberechtigte Migranten müssen natürlich zurückgeführt werden, und der Braindrain muss endlich beendet werden. Ach Bruno, immer noch die gleiche rassistische Hetze. Um einen "Braindrain" bei der AfD zu stoppen, müsste die AfD erst einmal so etwas wie "Brain" haben. Das Zinsdiktat der EZB führt zu Negativzinsen. Ja, Bruno - Geld horten muss bestraft werden. Das ist der einzige Weg, das Geld im Kreislauf zu halten! Abschaffung der CO2-Steuer, keine EEG-Abgabe, Deindustrialisierung Deutschlands sofort rückgängig machen, eine längerfristige Entbürokratisierung endlich einleiten. Wir müssen raus aus der Bürokratisierung. Die Umsatzsteuer muss nachhaltig gesenkt werden, damit den Bürgern endlich wieder mehr auf dem Konto bleibt. Das ist das, was wir brauchen. Uralter Wein in uralten Schläuchen - so ist sie halt, die AfD... Bewegungsfreiheit ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht. Freie Berufsausübung ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht. Eines hast Du vergessen, ungeliebter Bruno, nämlich Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes "Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.". Was hilft und die größte Freiheit und der tollst Beruf, wenn wir künstlich beatmet im Krankenhaus vor uns hin sterben? Wenn Du schon so vehement auf die Grundrechte pochst, sollte doch das Recht auf Leben das höchste aller erstrebenswerten Dinge sein, auf die wir uns konzentrieren sollten. Was hilft das schönste Geschäft, wenn alle potenziellen Kunden im Koma liegen oder bereits verstorben sind?/t\ THG